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Das Hamburger Familienunternehmen für Motorradzubehör und Bekleidung, mit 240 Millionen Euro Jahresumsatz eines der größten in Europa, Detlev Louis, wurde nun, von der von Warren Buffett geführten Kapitalgesellschaft Berkshire Hathaway, übernommen.

Bereits vor einiger Zeit kündigte der Multimilliardär an, dass er stärker in europäische Firmen investieren will. Nun hat er mit dem Traditionsunternehmen Detlev Louis angefangen.

der Preis

Warren Buffett dazu: „Dieses Investment ist kleiner als etwas, das wir normalerweise tun würden, aber es ist ein Türöffner. Ich mag es, dass wir den Code in Deutschland geknackt haben."

Der Preis für den Mittelständler Detlev Louis, der 1938 gegründet wurde und ca. 1500 Mitarbeiter in über 70 Filialen in Deutschland und Österreich beschäftigt, soll bei ca. 400 Millionen Dollar gelegen haben.

die Rettung

Für die Familie Louis ist dieser Schritt kein schlechter. Im Oktober 2012 verstarb Detlev Louis, der das Unternehmen 1947 übernommen und ausgebaut, hatte im Alter von 93 Jahren. Sein Nachfolger sollte sein Sohn Stephan Louis werden, der jedoch ein Jahr vorher im Alter von 57 Jahren ein einem plötzlichen Herzinfarkt verstarb. Seither leitete die Witwe Ute Louis das Unternehmen, hauptsächlich durch ihre drei Geschäftsführer, weiter.

Während das operative Geschäft von den drei Geschäftsführern ausgeübt wurde, suchte sie nach einem Käufer und soll so über Dritte an Warren Buffett herangetreten sein. Sie wollte das Familienunternehmen nicht durch Mitbewerber schlucken lassen. Es sollte im Sinne ihres Mannes weitergeführt werden.

die Aussichten

Anders als viele glauben, will Warren Buffett hier nicht als Heuschrecke angesehen werden. Ganz im Gegenteil, er schätzt derartige Familienbetriebe und möchte das sie so weiter laufen wie bisher. Er ist an keinem kurzfristigen Verkauf interessiert, sondern an einem langfristigen Engagement bei Detlev Louis.

Warren dazu: „Wer ein Unternehmen, das viele Jahrzehnte im Familienbesitz war, an Berkshire verkauft, kann sich sicher sein: Wir verkaufen es nicht weiter“

So sollen die 1.500 Angestellten weiter beschäftigt werden und auch der Hauptsitz in Hamburg bleiben.

„Das ist für alle Beteiligten eine gute Lösung. Mein Mann hätte es nicht anders gewollt“, so Ute Louis

Einer der Geschäftsführer, Christoph von Guionneau dazu: „Es hat im Vorfeld verschiedene Gespräche gegeben. Diese vermittelten uns den Eindruck, dass es die Philosophie von Berkshire Hathaway ist, den jeweiligen Unternehmensführungen größtmögliche Eigenständigkeit zu geben“

Der Testamentsvollstrecker Peter Hertel dazu: „Dies ist ein Glücksfall für das Unternehmen, weil er dessen nachhaltigen Wachstumskurs und damit seine Erfolgsgeschichte weiterschreiben wird.“

Noch steht die Zustimmung der Kartellbehörden aus.

nicht neu im Geschäft

Der auf ein Vermögen von über 66 Milliarden Dollar geschätzte 84-jährige Warren Buffett investierte bereits 2009 in Harley Davidson. Damals lieh er dem angeschlagenen Motorradbauer aus Milwaukee Geld für die Begleichung von Schulden – zu hohen Zinsen.

weitere Firmen sollen folgen

Der US-Investor macht indes klar, dass weitere Firmen folgen sollen: „Wir interessieren uns auf jeden Fall dafür, weitere deutsche Unternehmen zu kaufen… Deutschland ist ein großartiger Markt: Viele Leute, viel Kaufkraft, die Deutschen sind produktiv.“ Auch ist Geld kein Problem und so lockt der mit American Express, Coca-Cola oder Gillette reich gewordene US-Amerikaner weiter: „Wir können für jedes Unternehmen - egal in welcher Größe - bar bezahlen."

Kein Wunder, denn mit dem Kauf von Detlev Louis will er seine Firma Berkshire positiv bekannt machen und bei den Mittelständlern werben. Zum Unternehmen gehören in den USA mehr als 80 Firmen.

Warren dazu: „Frau Louis hat mir ein kleines Motorrad geschickt, das sie und ihr Ehemann über die Jahre hinweg begleitet hat. Sie wollte, dass es künftig bei mir steht - als ein Zeichen dafür, wie gut sie sich mit dem Verkauf fühlt." Als Dank habe er Louis einen Brief geschrieben, berichtete Buffett. "Es sind genau solche Leute, mit denen ich gern Geschäfte mache."

 

Kommentare - Werde Mitglied und schreibe einen Kommentar.Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
  • Keine Beiträge vorhanden.
  • Kawasaki Ninja Burnout Fail
  • RoadRunner schrieb
    typischer Fail - voll lustig wie er aufeinma..