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Lärmmessung mit Meduse

Lärmmessung mit Meduse

Seit ein paar Monaten werden in Großbritanien und Frankreich Geräte getestet, die den Lärm von Fahrzeugen messen. Hintergrund der Messungen und Tests sind die immer wieder überschrittenen Lärmwerte von Autos und Motorrädern an bestimmten Hotspots, wodurch Anwohner sich belästigt fühlen.

In Frankreich kommt dafür ein Gerät zum Einsatz, dass auf den Namen "Méduse" hört. Das Gerät wird von der Umweltorganisation Bruitparif entwickelt.
Diese Qualle, was Méduse übersetz heißt, besteht aus vier in verschiedenen Richtungen hängenden Mikrofonen. Mittels Algorithmus kann ein Ton ausgewertet werden und so das Fahrzeug bestimmt werden.  Genau wie bei den Geräten in Großbritanien soll bei einer Überschreitung ein Blitzer ausgelöst werden, der auch das Nummernschild von Motorrädern erfasst, und ein Bußgeld verhängt werden.

Erste Tests wurden an einer Strecke bei Saint-Forget nahe Paris, die von Motorradfahrern viel befahren wird, durchgeführt. Das Ergebnis bestätigt die Notwendigkeit dieser Anlagen. Im Testbetrieb wurden zu Spitzenzeiten an einem einzigen Sonntag, 450 Lärmüberschreitungen festgestellt. Weitere Test erfolgen in der französischen Gemeinde Villeneuve-le-Roi nahe dem Flughafen Paris-Orly.

Damit diese Geräte in Frankreich eingesetzt werden können, soll im Herbst ein Gesetzt verabschiedet werden, dass den Einsatz dann auch durch die Kommunen erlaubt. Fahrzeughaltern die dann gemessen und geblitzt werden, kann ein Bußgeld in einer Höhe bis zu 1.500€ drohen oder gar die Beschlagnahmung des Kfz.

Auch in Deutschland will man gegen den Lärm angehen. Im Nationalpark Eifel z.B. wurde im Juni 2019 ein Lärmblitzer an der Landstraße 15 installiert. Anders als in Großbritanien und Frankreich jedoch zeigt dies den Fahrzeugen entweder ein "Leiser" oder ein "Danke" an. Eine entsprechende Regelung gibt es bei uns in Deutschland in der StVO und in der Straßenverkehrs Zulassungsordnung StVZO. In der StVO heißt es das unnötiger Lärm und vermeidbare Abgasbelästigungen verboten sind. In der StVZO sind die Geräuschentwicklung und Schalldämpferanlagen geregelt. 

Da Großbritanien und Frankreich hier Vorreiter sind und in absehbarer Zeit auf diese Technik setzen werden, ist es sehr wahrscheinlich, dass auch andere Länder wie Deutschland bald nachziehen und gegen Lärmbelästigung im Straßenverkehr vorgehen werden.

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Kommentare - Werde Mitglied und schreibe einen Kommentar.Es sind noch keine Kommentare vorhanden.
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  • Kawasaki Ninja Burnout Fail
  • RoadRunner schrieb
    typischer Fail - voll lustig wie er aufeinma..